Häufig gestellte Fragen zum Thema freie Trauung

Auf dieser Seite habe ich einige Fragen gesammelt, die mir immer wieder gestellt werden. Vielleicht hilft es auch Euch bereits vorab, die ein oder andere Unklarheit aus dem Weg zu räumen.

Was ist eine freie Trauung bzw. freie Rede?

Bei einer freien Trauung unterschreibt Ihr weder etwas (wie auf dem Standesamt), noch schwört Ihr Euch „vor Gott“ die ewige Treue (wie in der Kirche).

Ganz einfach ausgedrückt: Viele Paare haben heute mit der Kirche schlichtweg nichts am Hut. Eine kirchliche Trauung kommt daher für sie nicht infrage. Andere dürfen nicht mehr kirchlich heiraten. Festlich und besonders sollte die Hochzeit aber dennoch sein, was eine standesamtliche Trauung in der Regel nicht ist. Hier bietet sich eine freie Rede an.

„Frei“ ist die Rede in vielerlei Hinsicht: frei von religiösen und konfessionellen Einschränkungen, frei in der Art der Gestaltung. (Wer wo sitzt und ob Ihr als Paar lieber Eure Hochzeitsgäste während der Zeremonie anschaut etc., welche Musik gespielt wird, ist alles nur eine Abstimmungssache.) Gestaltet die Zeremonie nach Euren Vorstellungen. Ich rede frei. Selbstverständlich habe ich meine Notizen dabei, aber ich finde, es gibt kaum etwas Nervigeres als einen Redner, der stumpfsinnig von seinem Blatt abliest – was man leider viel zu häufig beobachten kann. Eine Rede ist für mich eine Art Dialog, deshalb möchte ich Euch und Euren Gäste die meiste Zeit anschauen und mich nicht hinter meinem Blatt verstecken.

Wie viele Trauungen machst du im Jahr?

In der Regel sind es nicht mehr als 6 bis 8 Trauungen pro Saison. Hauptgrund für die vergleichsweise niedrige Anzahl ist, dass ich mich voll und ganz auf Euch konzentrieren möchte. Wer zu viele Paare „abfertigt“, kann das schlichtweg nicht mit derselben Hingabe tun. Und natürlich erfordert die Art des freien Sprechens (s. 1.) ein wenig mehr Vorbereitung, als wenn ich Eure Rede einfach vom Blatt ablesen würde. Diese Zeit gönne ich mir und Euch und deshalb mache ich auch nur so verhältnismäßig wenige Hochzeiten im Jahr.

Ist mein Wunschtermin noch frei?

Um das herauszufinden, schreibe mir doch einfach schnell. .

Bist du freier Theologe?

Nein. Ich bin kein freier Theologe – lediglich freier Redner.

Das heißt, ich habe weder das Bedürfnis noch die Befugnis eine Zeremonie mit religiösem Hintergrund durchzuführen. Dafür gibt es kirchliche Profis, denen ich das gerne überlasse.

Ist eine freie Trauung in irgendeiner Art und Weise „gegen“ die Kirche?

In keinster Weise. Gerade Angehörige befürchten mitunter, dass eine freie Trauung in irgendeiner Art und Weise anti-religiös sei. Dem ist natürlich nicht so. Eine freie Trauung ist genauso wenig gegen Religion wie sie gegen Fußball oder Schneefall ist. Sie hat einfach nur nichts damit zu tun.“ Auch bei einer nicht-religiösen Rede herrscht eine zwar in der Regel etwas lockerere, aber dennoch angemessene, festliche Stimmung vor. Und vor allem ist die Rede so, wie das Paar sie sich wünscht. Und das ist das Wichtigste.

Können wir dich vorab persönlich kennenlernen?

Unbedingt. Mir ist bewusst, dass eine Menge Vertrauen dazu gehört, jemand Fremdes einen doch entscheidenden Teil zum Gelingen der eigenen Hochzeit beitragen zu lassen. Insofern sollten wir vorab schauen, dass die Chemie zwischen uns stimmt. Das Kennenlernen ist immer unverbindlich und kostenlos.

Im Übrigen mache auch ich mir gerne von Euch ein Bild. Denn auch ich halte nur dann eine Rede, wenn ich ein gutes Gefühl dabei habe. Ist doch klar.

Haben wir Einfluss auf den Inhalt der Rede?

Ja. In einem intensiven Gespräch klären wir anhand eines erarbeiteten Fragebogens Eure Geschichte. Diese wird zentraler Bestandteil der Rede sein. Somit gestaltet Ihr die Rede direkt und indirekt mit.

Können wir die Rede vorher lesen?

Nein.

Zum einen habe ich kein festes Fertigstellungsdatum für Reden und erlaube mir (zumindest theoretisch) auch noch kurz vor der Trauung letzte Änderungen durchzuführen. Das würde also mitunter zeitlich schwierig.

Zum anderen lautet die Gegenfrage: „Warum?“ Wenn Ihr die Rede vorab kennt, nimmt Euch das selbst ja ein wenig die Überraschung am Hochzeitstag. Und noch einmal: Es wird keine unangenehmen Überraschungen geben, da Ihr mir ja, wie in Punkt 7 beschrieben, den „Input“ für die Rede selbst liefert.

Können wir Referenzreden lesen?

Nein. Ich gebe Reden, die ich bereits für Paare geschrieben habe, grundsätzlich nicht an andere heraus. Das hat mehrere Gründe:

  • Eine Hochzeitsrede enthält mitunter persönliche Details, die niemand außenstehenden etwas angehen.
  • Reden leben davon, dass sie von einem geübten Redner, nun ja, gesprochen werden – nicht gelesen. Das macht einen riesigen Unterschied in der Wirkung aus.
  • Darüber hinaus hätte eine Rede, die ich für Martha & Stefan geschrieben habe, sicherlich für Marina & Jan, Katja & Stephanie oder Daniel & Thomas nicht dieselbe Bedeutung. (Es geht ja um DEREN persönliche Geschichte.) Wenn Ihr also eine solche fremde Rede lesen würdet, wärt Ihr nicht besser in der Lage einzuschätzen, ob ich der „richtige“ freie Redner für Euch wäre. Eher im Gegenteil.

Wie läuft eine Rede ab?

Die Kurzantwort: So, wie Ihr es möchtet. 🙂

Einen strikten Plan gibt es nicht.

Wobei sich natürlich der klassische Ablauf „Einzug der Braut – Rede – Ringtausch/Ja-Wort – Auszug“ etabliert hat. Durch welche Punkte dieser Ablauf ergänzt oder abgeändert wird, klären wir beim persönlichen Gespräch. Gerade wenn es zahlreiche musikalische Beiträge gibt, runden wir den Gesamtablauf zu einem harmonischen Ganzen ab.

Wie lange ist die Rede?

Das hängt von der Gestaltung der Zeremonie ab, die wir vorab besprechen. In der Regel beträgt die reine Redezeit nicht mehr als 25 Minuten.

Mit Musik und weiteren Programmpunkten sollte die Zeremonie nicht länger als 45 Minuten dauern.

Denn sind wir ehrlich: Egal, wie gut die Rede ist, egal, wie sehr sich die Gäste an jenem Tag für Euch freuen: Nach spätestens ’ner dreiviertel Stunde möchte man gerne aufstehen und das Paar feiern. (Oder ein Häppchen essen oder anstoßen, Ihr versteht …) Länger hält auch schlichtweg die Aufmerksamkeit nicht. Meine Erfahrung als Hochzeitsgast zeigte mir: Zu lange Reden sind ein Stimmungskiller.

Können wir eigene Ehegelübde schreiben/vortragen? 

Ich bitte darum. 🙂

Wenn Paare den Entschluss fassen, selbst Worte zu finden und vorzutragen, ist das wunderschön. Denn niemand kann die Gefühle, die Ihr füreinander hegt, besser in Worte fassen als Ihr selbst.

Allerdings ist das kein Muss. Natürlich kann auch ich für Euch ein Gelübde sprechen, das Ihr Euch vorab aussucht. Oder ich suche etwas Stimmiges aus. Außerdem muss es kein klassisches „Gelübde“ sein. Ihr dürft Euch gerne Briefe schreiben und vortragen. Seid einfach Ihr selbst und vertraut mir: Das wird wunderbar.

Darf die Trauung fotografiert / gefilmt werden? 

Selbstverständlich. Foto- oder Videograf*innen stören mich während der Zeremonie in keinster Weise.

Lediglich darf das Videomaterial der Rede nicht ohne Rücksprache veröffentlicht werden. Aber dafür kann man ja miteinander sprechen, nicht wahr.